Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens

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Für einen guten Freund

::Der Tuchhändler::

Unsere Geschichte beginnt in einer grauen Stadt die sich an einen Fluss mit weit ausladenden Ufern schmiegte, deren graue Häuschen sich reih an reih aneinander drängten und deren tönernen Ziegeldächer in der aufgehenden Sonne feuerrot leuchteten.

Manche Viertel der Stadt waren so dicht bevölkert das zwischen den schmalen Gassen der vielen windschiefen Häusern nicht einmal ein Karren mit einem alten Maultier hindurch gepasst hätte. Jah gar aneinander vorbeiquetschen musste man sich zwischen manchen Häusern und dort lagen die Fenster so nah beieinander, dass man haette hinübersteigen koennen, was hie und da ein Strauchdieb ganz für sich entdeckte. Dort wo der Fluss kalt und schäumend durch das im Norden gelegene Händlerviertel rauschte, stank es bestialisch, denn so manch einer entsorgte dort das ein oder andere unangenehme. Doch auch die Gerbereien waren daran schuld das man kaum Luft holen konnte ohne das einem uebel zu mute war. Alles in allem eine grosse Lebendige Stadt wie jede andere, weit im Norden.

Am Rande des nördlichen Händlerviertels gab es einen kleinen aber feinen Tuchhaendler namens Samaro. Er verstand sein Handwerk bestens und war wohlbekannt. Die Geschäfte florierten und es hätte bis hin zum wohlverdienten Ruhestand so gehen können, wenn, ja wenn nicht dieser verrückte Junge seiner Tochter den Kopf verdreht hätte.

Ja Samaro hatte eine Tochter, sie war jung und bildschön, mit rubinrotem Haar und dunklegrünen Augen.Ihr Name war Mara und sie arbeitete als Schneiderin im Betrieb ihres Vaters. Mara war ein sehr besonnenes Mädchen, flink und geschickt in ihrem Handwerk, stehts folgte sie gehorsam ihrer Arbeit und blieb sittsam verhalten wenn die Männer ihr schöne Augen machten.

Doch seit eines Morgens der Raatsherr seinen Knecht geschickt, um die Tuche für das Gewand seiner Frau holen zu lassen, ging es in dem kleinen Tuchlanden drunter und drüber.

Flausen hatte dieser Knecht, dieser Igor seiner Tochter in den Kopf gesetzt, so etwas war ihm noch nie untergekommen. Igor hatte tatsächlich seitdem jeden Tag einen Grund gefunden dem kleinen Tuchladen einen Besuch abzustatten. An einen Tag benötigte sein Herr neue Taschentücher, am darauf folgenden neue Lappen um die Stiefel zu säubern, an einem anderen wiederum benötigte er ein feines Tuch um das Tafelsilber zu reinigen. Eines regnerischen Tages war er sogar gekommen, sich Tuche zu borgen um die Pferde im Stall seines Herren zu trocknen da dieser sich sonst sicher um die Gesundheit seiner Tiere sorge. (...unvollendet)


10.12.06 01:41


Regen

Die Sippschaft der Lovarras: Auf Wankenden Planken:

                                          Teil I

::Regen::

Nebelschwanger war die Nacht, als Roux´s Kopf dem kalten Wasser des Meeres entstieg. Schwarze Ringe tanzten um seinen Leib und jede Bewegung von ihm forderte sie zu einem neuen Tanze auf. Der Kalte Stahl des Entermessers drückte sich in seine Mundwinkel als er dem Pier näher kam. Langsam mit kräftigen Zügen machte er immer mehr Raum zwischen sich und dem Steg wett. Die dicke Jacke des Käptäns hatte sich mit Wasser vollgezogen und schien ihn nun kurz vor dem Ziel in den Tod reissen zu wollen. Doch der drang des Überlebens stemmte sich gegen die Müdigkeit. Wie lange er schon schwamm wusste er nicht, er klammerte sich an den Steg, mit seiner Linken tastete er nach Halt, rutschte aber sofort wieder ab. ...Möwenkot. Ai, na wenn das nicht mal eine Mondratisches Begrüßung war.... Er zog sich hoch, die alten Holzplanken des Stegs wurden fast überschwemmt durch die Wassermassen aus seiner Kleidung. Schließlich wischte er den Kot an der Hose ab und überprüfte den Sitz seiner Gerätschaften. "Verdammter...wo ist, ach soll ihn der Klabautermann holen!!!" Fluchend riss er das Kopftuch vom Schopfe und warf es gen Boden. Erst die Meuterei, dann säuft die Mannschaft samt Schiff und Schatz ab, und nun hatte er Lorettas Ring verloren! Er kratzte sich am Haupthaar, sie wird mich wieder weichprügeln sagt er leise zu sich selbt und atmet aus. Ersteinmal musste er sehen wo er seine Kleider trocknen konnte. Vielleicht hatte Mondrat ja schöne Gasthäuser mit hübschen Weibern, er schmunzelte und dachte gleichzeitig an seine Frau. Lachend spazierte er los, vorsichtig daruaf bedacht den Wachen aus dem Wege zu gehen, was selbst mit seiner durchnässten Kleidung, ihm etwas zu leicht vorkam. Schließlich huschte er in schmatzenden Stiefeln durch die engen Gassen und verschwand in der nächstbesten Spelunke. Morgen würde er jemanden suchen müssen der ein Schiff oder zumindest einen Kutter besaß....... 

|||"Nein Schatz, ich hab dein Schiff nicht versenkt..autsch..Nein ehrlich." |||

written by ::: R.M. (unvollendet, geändert am 11.12.2014)

7.10.05 15:22


7.11.04 13:38


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